Notruf am Berg

Wie man bei einem Alpinen Notfall richtig reagiert

Es ist sehr wichtig eine Tour in den Bergen so zu planen, dass Du möglichst nicht in eine Notlage kommst. Bevor es also losgeht, sollte auf das Wetter geachtet, für die richtige Ausrüstung gesorgt und genügend Essen und Trinken im Rucksack verstaut werden. In diesem Blogbeitrag findest Du die wesentlichen Informationen der Ersten Hilfe am Berg.

Zimba Sommer Golm im Montafon | © Golm Silvretta Luenersee Tourismus GmbH Bregenz, Christoph Schoech

1.    Lage erfassen: 
Hierbei lauten die zwei wichtigsten Fragen: 
Kann ich helfen ohne mich selber in Gefahr zu bringen? Wie schwer ist der Unfall? Dabei ist es sehr wichtig Ruhe zu bewahren, denn im Stresssituationen werden schneller Fehlentscheidungen getroffen. Hier gilt die Grundregel: Die eigene Sicherheit steht an oberster Stelle. Falls es erforderlich ist, sollte die Unfallstelle abgesichert und/oder der Verletzte an einen sicheren Ort gebracht werden. 


2.    Erste Hilfe leisten:
Darunter fallen Maßnahmen, um den Zustand der verletzten Person möglichst stabil zu halten bis die Rettungskräfte eintreffen. Spätestens nach der Stabilisierung des Verletzten muss ein Notruf abgesetzt werden. 

Wandern Sommer Familie Golm im Montafon | © Golm Silvretta Luenersee Tourismus GmbH Bregenz, Christoph Schoech

3.    Bergrettung rufen:
Österreich: 140 (Bergrettung)
Europaweiter Notruf: 112 

Falls Dein Handy kein Empfang hat oder kein Telefon verfügbar ist: 
•    Hör- oder sichtbares Zeichen/Rufen, 6x pro Minute.
•    Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen.
•    Antwortzeichen der Retter erfolgt 3x pro Minute.

Am Telefon möglichst genau die Situation beschreiben. 
-    WER meldet? (Name und Telefonnummer)
-    WO genau ist der Unfallort? (Die eigene Position anhand der Wanderroute und markanter Wegpunkte genau erfassen. Jeder Wanderweg in Österreich, Südtirol und Bayern sollte mit den Farben Rot-Weiß-Rot gekennzeichnet sein, mit einer zusätzlichen Wegnummer an Kreuzungen oder anderen markanten Punkten.)
-    WAS ist geschehen? (Lawine, Sturz, ...)
-    WIEVIELE Personen benötigen Hilfe? (Anzahl der Verletzten und Beteiligten)
-    WANN ist es passiert?
-    Wie ist die Situation vor Ort? Information über Wetter, Gelände und Sicht beeinflussen die Rettung

Notruf am Berg | © Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH Bregenz

4.    Wenn ein Hubschrauber benötigt wird, sollte vom Boden aus signalisiert werden, ob Hilfe gebraucht wird. Damit der Hubschrauber einfacher die Unfallstelle findet, ist es besser sich an einem gut sichtbaren Geländepunkt zu stellen und mit Hilfe von einem grellen Kleidungsstück auf sich aufmerksam zu machen. Mit folgenden Zeichen, kann mit dem Hubschrauber kommuniziert werden:

Beide Hände schräg nach oben gestreckt bedeutet ,,YES” und heißt so viel wie ,,wir brauchen Hilfe”.
Eine Hand nach oben und eine Hand nach unten gestreckt bedeutet ,,NO” oder ,,wir brauchen keine Hilfe”.


Da die Rotorblätter eines Hubschraubers enormen Wind erzeugen, müssen lose Kleidungsstücke und auch Wanderstöcke sehr gut verstaut oder festgehalten werden.
 

Somit haben wir die wichtigsten Informationen zusammengefasst

und wünschen Dir eine unfallfreie Zeit in den Bergen!!
 

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