Nachhaltig Wandern | © Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH Bregenz

Nachhaltig Wandern

Im Einklang mit der Natur am Bewegungsberg Golm

Erste klimaneutrale Tourismus-Destination

Wir, der Golm Silvretta Lünersee Tourismus sind die erste klimaneutrale Tourismus-Destination Österreichs. Unser Ziel ist es, den eigenen C02-Fußabdruck möglichst klein zu halten und die Natur zu schonen. Wie auch Du bei Deiner nächsten Wanderung möglichst nachhaltig unterwegs bist, verrate ich Dir in den nächsten Zeilen.

Nachhaltig Wandern 

Nachhaltigkeit bedeutet der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bezeichnete damals die Methode, nicht mehr Holz zu fällen, als nachwachsen kann. Allgemeiner formuliert bedeutet das, dass wir nicht mehr Ressourcen verbrauchen sollten, als zukünftig wieder bereitgestellt werden können. Wir sollten keine Ressourcen verschwenden, sondern sorgsam mit unserer Umwelt und Natur umgehen. 


Müll in der Natur
Viel zu oft lassen Wanderer ihren Müll einfach zurück, entweder ganz offen liegen, vergraben oder in Felsspalten versteckt. Doch das Problem ist immer das gleiche. Bis Abfall restlos verrottet ist, können mehrere hundert Jahre vergehen. Besonders im Gebirge auf kahlen Böden mit wenig Pflanzenwuchs dauert es noch länger, da Mikroorganismen fehlen, die für den Abbau nötig sind. Von mehreren Jahren für ein Taschentuch bis zu mehreren Jahrhunderten bei Glas reichen die Verrottungszeiten.
 

Abbauzeiten von Müll in der Natur:
•    Kaugummi: 5 Jahre
•    Zigarettenstummel: 2-7 Jahre
•    Taschentuch: 1-5 Jahre
•    Bananenschale: 1-3 Jahre
•    Plastiksack: 120 Jahre
•    Alu-Dose: 400-600 Jahre
•    Babywindel: 500-800 Jahre
•    Plastikflasche: 500-1000 Jahre
•    Glasflasche (ganz): 4.000- 50.000 Jahre


Beim Wandern gelangen wir oft in besonders sensible Naturräume, daher ist es umso wichtiger dort nachhaltig vorzugehen. Nachstehend findest Du die wichtigsten Tipps für einen sorgsamen Umgang mit der Natur bei Deiner nächsten Wanderung am Golm. 

1.)    Öffentliche Verkehrsmitteln nutzen
Wenn Du in die Berge kommen möchtest, musst Du meist eine etwas längere Anreise in Kauf nehmen. Das am häufigsten verwendete Verkehrsmittel dafür ist das Auto. Das muss aber nicht mehr unbedingt der Fall sei, denn viele Gebiete sind mittlerweile schon sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann zwar etwas länger dauern, ist dafür umso entspannter und man kann bereits bei der Anreise die wunderschöne Landschaft genießen. Hast Du es nicht ganz so weit zu Deiner nächsten Bergtour überleg mal, ob „Bike & Hike“ eine Möglichkeit sein könnte. Unkompliziert mit dem Fahrrad zum Ausgangspunkt fahren, bedeutet man ist bereits vor der Tour aufgewärmt und kann nachhaltig wandern.

 

Übrigens, auch den Bewegungsberg Golm kannst Du mit Bus und Bahn einfach erreichen.

2.)    Nachhaltige Bekleidung 
Nachhaltige Bekleidung und FairFashion ist langsam ein Begriff der immer bekannter wird. Dabei geht es nicht nur um nachhaltige Rohstoffe, sondern auch um faire Behandlung und Bezahlung der Mitarbeiter. Ein weiterer Aspekt, der gerade bei Outdoorbekleidung wichtig ist, ist das Thema Mikroplastik in der Bekleidung. Vor allem Fleece Jacken verlieren bei jedem Waschgang Unmengen an diesem feinen Material, das direkt in unsere Flüsse und Seen bis ins Meer gelangt.
Nachhaltig produzierte Bekleidung im Outdoorsektor gibt es zum Teil schon sehr lange. Vaude und Patagonia sind zwei bekannte Produzenten, die diese Aspekte seit Jahren erfolgreich umsetzen. Wichtig ist es auch, nicht jedem Modetrend nachzurennen und die Bekleidung möglichst lange zu behalten. Das spart enorm viele Ressourcen, und schont die Geldtasche. Du musst nun nicht gleich Deinen ganzen Kleiderschrank ersetzen, das wäre auch nicht sinnvoll. Überlege Dir einfach bei Deiner nächsten Anschaffung ob es vielleicht eine nachhaltige Alternative dafür gibt. 

3.)    Wiederverwendbare Behälter nutzen 
Ich denke, jeder Wanderer weiß, dass kein Abfall in der Natur zurückgelassen werden soll. Aber noch besser ist es, den Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. Gerade beim Wandern gehört es für mich einfach dazu, mein eigenes Käsebrot in meine Brotbox zu packen. Das Gefühl auf dem Gipfel ein gutes, selbstgemachtes Brötchen mit ein paar Scheiben Gemüse zu jausnen, ist einfach unbeschreiblich. Dazu gibt es bei mir immer ein paar Nüsse und Datteln, die ich unverpackt auf dem Markt ergattere. Ein Apfel, ein hartgekochtes Ei oder ein Stück Kuchen runden mein kulinarisches Erlebnis am Gipfel ab. In meine wiederverwendbare Edelstahl-Trinkflasche kann ich auch unterwegs frisches Bergwasser einfüllen, und spare mir so unzählige Plastikflaschen mit zu schleppen. Am Golm gibt es dazu tolle Jausenplätze, wie direkt bei den Wasserspielen bei Golmi’s Forschungspfad oder bei den Wettbewerbsrutschen im Waldrutschenpark-Golm – sogar mit Grillstelle! 

4.)    Wanderwege nicht verlassen
Wanderwege sind so angelegt, dass sie an Brut- und Balzstätten der heimischen Tierarten vorbeiführen, damit diese ungestört bleiben. Daher ist es wichtig, auf den geführten Wanderwegen zu bleiben, um die Tiere nicht unbeabsichtigt zu stören. Weiters führen sogenannte selbstangelegte „Abkürzungen“ zu Schäden der Vegetation, welche zB. Erdrutsche begünstigen können. Es dauert Jahre bis sich das Gebiet wieder von solchen getrampelten Wegen erholen kann. 


5.)    Lokale Bauern/Alpen unterstützen
Das Verzehren der selbstmitgebrachten Jause am Gipfel kann eines der schönsten Erlebnisse auf der Wanderung sein. Dennoch möchte ich Dich auch dazu animieren, auf einer Alp oder einer Hütte einzukehren. So unterstützt Du auch lokale Bauern, die den Sommer über mit ihrem Vieh auf der Alpe sind. Du bekommst dort meist regionale, selbsterzeugte Lebensmittel wie Milch, Bergkäse, Honig oder Holdersaft. Oft gibt es dort auch die Möglichkeit Bergkäse oder den berühmten Montafoner Sauerkäse zu kaufen und mitzunehmen. Durch den Kauf von Produkten wird die lokale Wirtschaft angekurbelt und lange Transportwege der Lebensmittel werden vermieden. Eine weitere Möglichkeit also, den Wanderurlaub noch nachhaltiger zu machen.

Mit diesen 5 Tipps bist Du bestens für Dein nächstes Wanderabenteuer gerüstet. 



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Autor

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Judith Grass

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